Versuchsgut Hohenschulen

Geschichte


 

Entstehung der Böden und Klima

Hohenschulen liegt im Endmoränengebiet der letzten Eiszeit. Daraus ergibt sich das hügelige Terrain. Aus dem Geschiebe entstanden sandig-lehmige bis tonig-lehmige Böden mit einer Mächtigkeit von 40 bis 70 cm. Der Unterboden ist teilweise mergelig, teilweise lehmig mit sandig-kiesigen Inseln. Der Anteil von Moorsenken ist verhältnismäßig gering, dafür treten auch in verhältnismäßíg ebenen Schlägen immer wieder Kies- oder Lehmköpfe auf. Die Bodenzahlen schwanken zwischen 40 und 60 Punkten, ca. 70 % der Fläche ist zwischen 50 und 55 Bodenpunkte eingestuft.

Das Klima ist gekennzeichnet durch gleichmäßige Verteilung der Niederschläge zwischen Sommer- und Winterhalbjahr (insgesamt etwa 700 bis 750 mm), zögerndem Temperaturanstieg im Frühjahr und wenig Hitzetage im Sommer. In 8 von 10 Jahren muss von Ende April bis zur „Kieler Woche“ mit der „Vorsommertrockenheit“ gerechnet werden, während im Juni und Juli ausreichend hohe Niederschläge mit meist kühlen Temperaturen eine lange Ausreife ermöglichen. Der September ist häufig trocken, während von Anfang Oktober an mit Regenperioden zu rechnen ist, die die Spätherbstbestellung erheblich behindern können.

Geschichte

Hohenschulen war ursprünglich ein Meierhof von Klein-Nordsee. Um 1266 taucht der Familienname Norce zum ersten Mal auf. Im 16. und 17. Jahrhundert war Klein-Nordsee mit Hohenschulen im Besitz der Familie v. Ahlefeldt, im 18. Jahrhundert wird die Familie v. Brockdorff als Besitzer genannt.

1799 kaufte Christian v. Schimmelmann die Ländereien. 1801 wurde Hohenschulen von Klein-Nordsee abgetrennt und unter die adeligen Güter des Kieler Güterdistrikts aufgenommen. Seitdem hatte Hohenschulen bis 1948 dieselben Besitzer wie Marutendorf, seit 1823 die Familie v. Cronstern, später v. Plessen-Cronstern.

1948 ging im Zuge der geplanten Bodenreform das ursprünglich 429 ha große Gut an die Landgesellschaft über. Professor Köhnlein konnte 1951 Hohenschulen als Versuchsgut für das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Christian-Albrechts-Universität übernehmen.

Das Gutshaus mit der Meierei wurde 1802 errichtet. Das reetgedeckte Magazin dürfte um 1840 entstanden sein. Der 1846 errichtete Kuhstall wurde bis 1980 für die Bullenmast genutzt.

Im Schneewinter 1978/79 brach ein Viertel des Reetdaches des Kuhstalls zusammen, der marode Zustand der übrigen baulichen Substanz veranlasste dann 1981 zum Abbruch des eindrucksvollen Gebäudes.

1996/1997: Umbau des ehemaligen Schweinestalls zum Seminarraum
2002: Das Inspektorat erhält ein neues Reetdach.
2004: Ein neues Flüssigdüngerlager wird aufgestellt.
2004: 2 Rollgewächshäuser
2005: 4 Silos und Fördertechnik; neue Trockenscheune
2007: 2 Silos mit Fördertechnik
2013/2014: Maschinenhalle
2015: Folienhausanlage auf der Viehkoppel